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Rückblick

 

(TV-Online, Ausgabe: 13.09.2017)

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(TV-Online, Ausgabe: 10.04.2017)

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(TV, Ausgabe 08.02.2017)

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(TV, Ausgabe 07.12.2016)

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Großer Zustrom für Mundart

Geschichten, Erzählungen, Sketche und Lieder: Der traditionelle Mundartnachmittag des Geschichtsvereins Prümer Land zog am vergangenen Wochenende erneut über 200 Besucher an.

Die Arbeitsgemeinschaft Mundart des Geschichtsvereins bot in der Kundenhalle der Volksbank Eifel eG in Prüm ein neues Programm. Fast zwei Stunden stand so die Mundart des Prümer Landes im Mittelpunkt. Zum einen durch Wortbeiträge, zum anderen durch den Mundartchor der Arbeitsgemeinschaft, der zwischendurch immer wieder mit Prümer Liedern unterhielt.
Moderiert wurde der Mundartnachmittag von Rüdiger Schausen aus Daleiden, der auch die Leitung der Arbeitsgemeinschaft innehat. Die Themen des Nachmittags reichten von der Zeit in der Eifeler Volksschule, über mundartliche Veränderungen von Vornamen bis hin zum Dialekt im Allgemeinen und einer schwierigen Hotelsuche im Grenzraum.
Im Einzelnen wirkten beim Mundartnachmittag mit: Magdalena Backes, Theo Dahm, Alma Hermes, Matthias Hiedels, Wilhelm Husch, Franz-Josef Keilen, Adolf Krump, Brigitte Nahrings, Fritz Recht, Monika Rolef, Rüdiger Schausen, Maria Tarnow, Reinhold Thielen, Eva Voutz, Walter Welling und Leo Wintgens.
     

(Fotos: Willi Leinen, Volksbank Eifel - zum Vergrößern einfach anklicken)

 

(TV, Ausgabe 31.10.2016)

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(TV, Ausgabe 05.09.2016)

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(TV, Ausgabe 21.03.2016)

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(TV, Ausgabe 21.09.2015)

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Tagesfahrt nach Schengen

44 Personen nahmen an der Tagesfahrt bei gutem und auch an Bord angenehmem, vor allem trockenen Wetter teil. Alle Planungen verliefen ohne Komplikationen. Peter als der sichere Busfahrer. Ich konnte meine Informationen zu "30 Jahre Schengen-Abkommen" sowie zur Geschichte Luxemburgs und der groß-herzoglichen Familie, aber auch die Hinweise zur Bedeutung der Schifffahrt auf der Mosel und auf der Saar anbringen.

Das MS "Princesse Marie-Astrid" ist ein hochmodernes und in jeder Hinsicht exquisites Schiff mit optimalem und freundlichem Service-Personal und einer guten Küche zu durchaus zivilen Preisen. Alle Absprachen mit der Reederei wurden genau eingehalten. Diese 3,5 Stunden Fahrt auf der Mosel mit zwei Schläusungen sind sehr erholsam und in jeder Hinsicht angenehm. Auch der Aufenthalt in Schengen am Europa-Ufer und im Europa-Info-Zentrum wurden als angenehm bewertet. Der Kaffee und Kuchen im Bistrot in Schengen war wie bestellt frisch und nicht zu teuer. Ich habe nur dankbare und lobende Äußerungen der Teilnehmer zur Fahrt und zu den Rahmenbedingungen gehört. Auch die Teilnehmergebühr wurde als angemessen betrachtet. Zusammen mit Fritz konnten wir auch als Organisatoren ein erfolgreiches Fazit ziehen.


(Foto: Geschichtsverein Prümer Land e. V.)


(Foto: Geschichtsverein Prümer Land e. V.)


(Foto: Geschichtsverein Prümer Land e. V.)

 

Geschichtsverein mit guter Bilanz

Auf eine gute Bilanz für 2014 konnte der Geschichtsverein Prümer Land im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung zurückblicken: mit erfolgreichen Veranstaltungen, einer gesunden Kassenlage und positiven Berichten.

Rückblick und Startschuss zugleich: Zu Beginn der Jahreshauptversammlung blickte der Geschichtsverein Prümer Land auf die erfolgreichen Veranstaltungen des Jahres 2014 zurück: Norbert Lammert und Lothar de Maizière hießen die Gäste, Kabarett gab es mit Jürgen Becker, Musik mit „Basta“ und regionalgeschichtlich die Erinnerungen an die Ardennenoffensive, die Römer in der Eifel, Karl den Großen und die Betrachtung der Nims. Dazu die Verleihung des Werner-Blindert-Preises an Aloys Finken und der erfolgreiche Kinoabend mit dem Edgar Reitz-Film „Die andere Heimat“. Und am Ende der Versammlung startete das Programm für 2015: Mit eine Lesung von Vereinsmitglied Fritz-Peter Linden aus Stadtkyll aus seinen Büchern „Et jit net jerannt“ und „Et jitt noch immer net jerannt“. Linden präsentierte sich dabei im Casino der Kreissparkasse in Prüm vor etwa 100 erschienenen Mitgliedern in bester Laune und sorgte beim Lesen seiner Kolumnen für vielfältige Lacher. Immer im Mittelpunkt: Der Eifeler an und für sich und seine Sicht auf die große, weite Welt.

Das Veranstaltungsprogramm des Geschichtsvereins für 2015 kann im Internet unter www.gvpl.de eingesehen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, Mitglied im Verein zu werden.

(Foto: Veranstalter)

 

 

Jürgen Becker begeistert in Prüm

Gelungener Auftritt in Prüm: Kabarettist Jürgen Becker unterhielt in der Prümer Karolingerhalle sein Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm.

Nach vielen Jahren war Jürgen Becker auf Einladung des Geschichtsvereins Prümer Land wieder einmal in Prüm zu Gast. Und fühlte sich dabei direkt herzlich begrüßt. „Weihnachten in Prüm – da wäre ich ja nie drauf gekommen“, kommentierte Becker süffisant die Schilder am Stadteingang. Die hätte er aber fast gar nicht gesehen, da er anstatt in der Karolingerhalle zunächst im Krankenhaus landete. „Ich hatte Kalvarienberg statt Kalvarienbergstraße im Navi eingegeben“, witzelte Becker.
Und auch ansonsten fühlte er sich in der Prümer Karolingerhalle direkt heimisch und baute schnell einen guten Draht zu seinem 450 Personen starken Publikum auf: In der Pause signierte Becker bereits fleißig Bücher und CDs. Und nach dem Programm hatte er Freibier für alle dabei und unterhielt sich in der Menge seiner Gäste noch weit nach Ende der Bühnendarbietung.
„Der Künstler ist anwesend“ lautete der Titel des Abends, mit dem Becker das Publikum über zwei Stunden lang fesselte. Das Programm selber war ein lustig-wilder Ritt durch die Geschichte der Kunst, immer wieder mit bissig-ironischen Anmerkungen und Abschweifungen zur Kirchengeschichte und zur aktuellen Politik. Die Aussagekraft der Kunst führte Becker dem Publikum dabei immer wieder durch zahlreiche Bilder vor Augen, die er auf einer großen Leinwand mittels Beamer auf der Bühne zeigte. Beckers Kernthese zum Schluss: In jedem von uns steckt ein Künstler, und jeder hat auf irgendeinem Gebiet seine ganz eigenen Talente. Beckers Talent ist der Humor. Was er in Prüm eindrucksvoll unter Beweis stellte.

- Der Geschichtsverein Prümer Land setzt seine Kabarettveranstaltungen im Jahr 2015 fort. Am 25. Februar 2015 ist Volker Pispers um 20.00 Uhr in der Prümer Karolingerhalle zu Gast. Karten gibt es ab sofort in den Prümer Buchhandlungen Behme und Hildesheim sowie im Internet unter www.gvpl.de.

(Jürgen Becker - Foto: Veranstalter)

 

 

(Jürgen Becker - Foto: Veranstalter)

 

Mundartnachmittag wieder mit großer Resonanz

Geschichten, Erzählungen und Lieder: Der traditionelle Mundartnachmittag des Geschichtsvereins Prümer Land zog am vergangenen Wochenende erneut über 200 Besucher an.

Die Arbeitsgemeinschaft Mundart des Geschichtsvereins bot in der Kundenhalle der Volksbank Eifel Mitte in Prüm ein neues Programm. Über zwei Stunden stand so die Mundart des Prümer Landes im Mittelpunkt, und ernste, nachdenkliche aber auch lustige Geschichten aus vergangenen Zeiten sorgten für schöne Erinnerungen und viele Lacher. Der Mundartchor der Arbeitsgemeinschaft unterhielt zwischendurch immer wieder gekonnt mit Prümer Liedern.
Im Mittelpunkt des Mundartnachmittags stand zu Beginn die Erinnerung an den verstorbenen Leiter der Arbeitsgemeinschaft Mundart, Hans-Josef Nellessen. Seine großen Verdienste um die Eifeler Sprache, seine gekonnten Auftritte beim Mundartnachmittag und sein humorvolles, begeisterndes Wesen wurden in die Erinnerung der Besucher gerufen.
Moderiert wurde der Mundartnachmittag von Rüdiger Schausen aus Daleiden, der die Leitung der Arbeitsgemeinschaft übernommen hat. Die Themen des Nachmittags reichten querbeet von der Hochzeitsnacht über ein Generationentreffen bis hin zur Ehekrise rund um einen Schirm, Platt schwätzen im allgemeinen, das Wort „Eppes“, eine alte Haustür, die Tupper-Party auf Platt oder der Besuch von Napoleon in der Eifel. Am Ende gab es vom Publikum großen Applaus.
Im Einzelnen wirkten beim Mundartnachmittag mit: Magdalena Backes, Theo Dahm, Paul Heinisch, Hanna Heller, Alma Hermes, Anna-Lena Hermes, Matthias Hiedels, Franz-Josef Keilen, Adolf Krump, Brigitte Nahrings, Maria-Agnes Pinn, Johannes Pinn, Fritz Recht, Robert Richter, Monika Rolef, Rüdiger Schausen, Maria Tarnow, Franz Thommes, Eva Voutz und Walter Welling.

 

 

 

(Foto: Veranstalter)

(Foto: Veranstalter)

 

 

Mit dem Blick in die Geschichte die Zukunft gestalten
(Auszug und Foto:Volksfreund.de)

(Prüm) Die Bedeutung der Geschichte für die Politik ist das Thema des Vortrages von Bundestagspräsident Norbert Lammert gewesen, den er auf Einladung des Prümer Geschichtsvereins im Konvikt in Prüm hielt.

So wollte Norbert Lammert sich wohl doch nicht präsentiert sehen. Eine "pointierte Rede" werde der Bundestagspräsident halten, hatte Volker Blindert, Vorsitzender des Prümer Geschichtsvereins, die Erwartungen geschürt. Doch Lammert machte schnell klar, dass er den Abend nicht mit flotten Bemerkungen gestalten wollte. Zwar sinnierte er noch kurz darüber, dass für ihn Eintritt gezahlt werden musste, während es in der Vorwoche "Karl den Großen" umsonst gegeben habe. Immerhin habe er aber im Programm des Geschichtsvereins auch gefunden, dass für den Kabarettisten Jürgen Becker demnächst der doppelte Eintritt fällig sei.
Doch damit war der launige Teil bereits beendet. Nachdenklich und konzentriert sprach Lammert eine knappe Stunde über die Bedeutung von Geschichte für die Politik. Immer wieder unterbrochen von Denkpausen errichtete er das Denkgebäude, dem er sein aktuelles Buch "Einigkeit. Und Recht. Und Freiheit" gewidmet hatte. Rund 180 Zuhörer waren in die Kapelle des Konvikts in Prüm gekommen, um die Gedanken des Bundestagspräsidenten zu hören. Lammert war auf Einladung des Prümer Geschichtsvereins in der Eifel, wo er, wie er am Rande berichtete, zum ersten Mal Station machte.
Etwa zweimal im Jahr lädt der Verein in der Reihe "Brennpunkt Geschichte" prominente Mitbürger als Referenten ein. Auch Bundespräsident Joachim Gauck war schon als Redner hier. Im Herbst wird Lothar de Maizière erwartet.
"Geschichte ist geronnene Politik, und Politik ist fortlaufende Geschichte", postulierte Lammert. Denn Geschichte liefere Antworten auf aktuelle Fragen und einen "Beitrag zur Bewältigung der Zukunft". Immer wieder bezog Lammert sich dabei auf die Ereignisse in der Ukraine.
Lammert betonte, dass dadurch die Gewissheit erschüttert worden sei, der gegenwärtige friedliche Zustand sei eine Normalität. Ganz im Gegenteil sei es eine Ausnahmesituation, dass Deutschland und Europa seit dem zweiten Weltkrieg in Frieden gelebt hätten.
Lammert schloss seine Rede etwas pessimistisch mit einem Zitat des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt: "Wer die Vergangenheit nicht studiert, wird ihre Irrtümer wiederholen. Wer sie studiert, wird andere Möglichkeiten zu irren finden." sev

 


 

Ein Mann, eine Idee
(Volksfreund.de - Ausgabe 12.05.2014)
 

(Prüm) Ein Abend über Karl den Großen ist in Prüm auf großes Interesse gestoßen. Gastgeber waren der Geschichtsverein Prümer Land und die Stadt. Im Fürstensaal des Regino-Gymnasiums reichte der Platz nicht aus, um die mehr als 140 Besucher unterzubringen.


(Referent: Professor Max Kerner. Foto: Veranstalter)

Karl der Große ist in Prüm - seit dem Wochenende ja offiziell Karolingerstadt - ein Publikumsmagnet. Das bewies der große Andrang zum Themenabend des Geschichtsvereins über den Frankenkaiser, dem die Prümer Abtei einst ihre große Bedeutung verdankte.

Das Aachener Ensemble "Capella Aquisgrana" sorgte mit abwechslungsreicher mittelalterlicher Musik für eine mal besinnliche, mal unterhaltsame Stimmung und eine Atmosphäre aus vergangenen Zeiten. Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy hob noch einmal die Bedeutung der Karolinger für die Geschichte der Stadt hervor. Hauptredner des Abends war Professor Max Kerner von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Kerner, ein Experte zu Karl dem Großen, verstand die Besucher im Fürstensaal in seinen Bann zu ziehen: "Er hat faszinierend gesprochen, weil er mit Herzblut gesprochen hat", sagt Peter Pelz, Direktor des Gymnasiums, der auch unter den Besuchern war. Vor allem das Nachbild Karls beschäftigt den Professor, der Karl als großen Kaiser sieht, der die europäische Kultur wesentlich vorangebracht hat. Zu Karl gehöre mehr als das Bild des "Sachsenschlächters", als der er in die Geschichte eingegangen sei.

"Er sprach über Karl den Großen und verteidigte ihn, als wenn er sein persönlicher Freund wäre", sagt Pelz. "Das machte die Sache so authentisch. Hinzu kam dann noch dieses sensationelle Ensemble."
Unabhängig von historischen Fakten: Für Karl den Großen gelte, dass er eine große Idee in die Welt gesetzt hat - ein geeintes Europa. Und das sei eine Idee, die es zu bewahren gilt - zumal sie "ja im Moment wieder zu zerbröseln scheint", wie Pelz feststellt. Am Ende: viel Applaus für alle Beteiligten. red/fpl

 



 

Fast gescheitert - jetzt ausgezeichnet
(volksfreund.de - 07.04.2014)

(Prüm) Aloys Finken übersetzte mehr als 44 Jahre lang eine mittelalterliche Chronik über die Prümer Abtei aus dem Lateinischen ins Deutsche. Ob die Arbeit je abgeschlossen würde stand lange nicht fest. Fast wäre die jetzt mit dem Werner-Blindert-Preis ausgezeichnete Arbeit gescheitert. Verschmitzt lächelt Aloys Finken in den Fürstensaal des Regino-Gymnasiums. Wenige Augenblicke zuvor hat er vom Vorsitzenden des Geschichtsvereins "Prümer Land" und von Ingolf Bermes, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bitburg-Prüm den Werner-Blindert-Preis verliehen bekommen. "Ich danke ihnen sehr für diese Auszeichnung, doch sie wissen noch nicht, was sie sich damit antun", sagt er und spielt damit auf die Länge seines Festvortrags "Einem schreibenden Abt über die Schulter geschaut" an.

Auszeichnung für ein Lebenswerk

Trotz seiner Warnung weiß Finken in seinen Ausführungen über den Mönch Lupus von Ferrière und dessen Mühen Geld für sein Kloster aufzutreiben, zu fesseln, doch nicht diese Arbeit ist Grund für die Auszeichnung, mit der sich Finken nun in illustrer Gesellschaft befindet (siehe Hintergrund).

Vielmehr erhielt er den Preis für ein Projekt, dass ihn ohne Übertreibung einen großen Teil seines Lebens beschäftigt hat: Die Übersetzung der Chronik "Die Geschichte der Prümer Abtei" des Mönchs Servatius Otler von 1623 (siehe Extra) aus dem mittelalterlichen Latein ins Deutsche.

Mit Unterbrechungen hat Finken 44 Jahre von 1964 bis 2008 an der Übertragung gearbeitet. In den 1990er Jahren schien es fast ohne Abschluss beendet. 2008 wurde die Chronik nach jahrzehntelanger Arbeit dann doch abgeschlossen und veröffentlicht (der TV berichtete). Bereits kurz nach seinem Erscheinen war der Band vergriffen.

In seiner Laudatio auf den Preisträger ließ der Vorsitzende des Geschichtsvereins Prümer Land, Volker Blindert, die Geschichte des Mammutprojektes kurz Revue passieren. "Wenn wir den Beginn der Beziehung zwischen Aloys Finken und Servatius Otler suchen, dann müssen wir 50 Jahre zurückreisen." 1964 habe alles damit begonnen, dass am Regino-Gymnasium der Gedanke aufgekommen sei, eine Schulchronik zu veröffentlichen.

Handtuch schon geworfen

Nach kurzer Suche konnte Finken, er war von 1961 bis 1993 an der Schule Lehrer für Latein, Geschichte und Sozialkunde, für die Arbeit gewonnen werden. Aber nur übersetzte Passagen sollten bis zu seiner Pensionierung in der Schulchronik veröffentlicht werden. 1977 warf Finken vorerst das Handtuch hin.

"Zu viel Arbeit war jede einzelne Übersetzung, Unterstützung war angesichts der schwierigen Materie sowieso Fehlanzeige", berichtet Volker Blindert. Zudem habe sich auch die Frage nach dem Sinn gestellt: "Eine Plattform für eine komplette Veröffentlichung fehlte."

Schließlich brachte der Namensgeber des Preises selbst den Stein doch wieder ins Rollen. Werner Blindert ermutigte Finken Mitte der 1990er Jahre die Arbeit wieder aufzunehmen. Der Geschichtsverein werde die Veröffentlichung komplett übernehmen, versprach er. Mit diesem Ziel vor Augen, ging Finken erneut ans Werk: "Von 1997 bis 2008 in einer intensiven Phase führte er die umfangreiche und schwierige Arbeit dann zu Ende", berichtet Volker Blindert. Herausgekommen seien nach Jahrzehnten des Auf und Abs bedeutende Erkenntnisse zur Geschichte der Prümer Abtei.

Otlers Chronik sei nicht nur der Nachwelt erhalten geblieben sondern erst wirklich zugänglich gemacht worden, lobte Volker Blindert. Zur Verdeutlichung der Bedeutung von Finkens Arbeit zitiert er Reiner Nolden, Direktor des Stadtarchivs Trier. Nolden würdige das Übersetzerwerk und auch die unzähligen Aufsätze Finkens als einen bedeutenden Beitrag für die Erstellung einer Gesamtgeschichte von Prüm.


Extra

Im Gedenken an seinen 2004 gestorbenen langjährigen Vorsitzenden Werner Blindert verleiht der Geschichtsverein "Prümer Land" seit 2006 den Werner-Blindert-Preis. Der Preis wird unregelmäßig abwechselnd in den Kategorien "Geschichte regional" und "Geschichte überregional" verliehen. Mit ihm werden in "Geschichte überregional" Persönlichkeiten für herausragende Leistungen auf historischem Gebiet oder für Verdienste um die Entwicklung der deutschen Geschichte geehrt. In der Kategorie "Geschichte regional" wird er an Historiker verliehen, die sich durch ihre Arbeit große Verdienste um die Geschichtsforschung im Prümer Land erworben haben. Der erste Preisträger war im Jahr 2006 der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher. 2008 erhielt der Historiker Nikolaus Nösges die Auszeichnung. 2010 wurde der Preis an den Fernsehjournalisten Guido Knopp verliehen. Zwei Jahre später wurde mit dem damals amtierenden luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker erneut ein Politiker geehrt. Der Werner-Blindert-Preis ist mit 1000 Euro dotiert. aff gvpl.de

Extra

Der Mönch Servatius Otler verfasste die Chronik "Die Geschichte der Prümer Abtei" im Alter von 30 Jahren um das Jahr 1623. Er wurde 1596 in Vianden/Luxemburg geboren und trat 1617 ins Prümer Kloster ein. Dazu veranlasst hatte ihn die Einverleibung der Abtei 1576 durch den Trierer Kurfürsten und Erzbischof Jakob von Eltz. Otler berichtet vom Aufstieg zu einem der bedeutendsten Klöster dieser Zeit, von seiner Verwüstung durch Normannen, Ungarn und andere Gegner und davon, wie es gelang, nicht in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. aff

 



 

(Bild: Geschichtsverein Prümer Land;
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Nims-Buch vorgestellt

Im Gemeindehaus in Rommersheim hat der Geschichtsverein Prümer Land seine neueste Publikation vorgestellt. Das Buch trägt den Titel „Die Nims – Geschichte und Geschichten um einen Eifeler Wasserlauf“ und wurde von Alois Mayer verfasst.

Alois Mayer ist einer der bekanntesten Heimathistoriker der Eifel. Sein Werk umfasst hunderte von Aufsätzen und die Mitarbeit an über 30 Büchern. Hinzugekommen ist jetzt ein weiteres Buch, das die Nims, jenen kleine Eifelfluss, der bei Weinsheim entspringt und unterhalb von Irrel in die Prüm mündet, in den Mittelpunkt rückt. Der Leser erfährt viel über die reichhaltige Historie der Orte links und rechts der Ufer der Nims, über die Menschen, ihre Sagen und Bräuche, ihre Schicksale und ihre Kultur. Vor allem aber auch über abwechslungsreiche Landschaften.

Im Rahmen der Buchvorstellung erhielt Alois Mayer für seine Arbeit viel Lob von Rommersheims Bürgermeister Helmut Nober und vom Geschichtsvereinsvorsitzenden Volker Blindert. Beide hoben die Heimatliebe hervor, mit der Alois Mayer sein Buch verfasst hat. Das Buch bringt es insgesamt auf 276 ansprechend gestaltete Seiten und über 200 Bilder.

Die Buchvorstellung, die mit rund 100 Gästen gut besucht war, wurde musikalisch von Sigrun Schmidt (Violine) und Martin Leineweber (Piano) vom Regino-Gymnasium Prüm begleitet.

Das Buch „Die Nims – Geschichte und Geschichten um einen Eifeler Wasserlauf“ kann ab sofort direkt beim Verlag Druckerei Anders unter Tel. 06551/95030, per E-Mail an
info@anders-druck.de oder im örtlichen Buchhandel bestellt werden.

 


 

Edgar Reitz-Film begeistert in Prüm

Als großer Erfolg entpuppte sich der vom Geschichtsverein Prümer Land und dem Eifel-Kino-Center Prüm veranstaltete Prümer-Kino-Abend, in dessen Rahmen der Film „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz gezeigt wurde.
Die ausverkaufte Veranstaltung zeigte, warum der Reitz-Film zuletzt bundesweit mit Preisen überhäuft wurde. Beeindrucke Bilder, eine eingehende Kameraführung und ein detailliertes Aufarbeiten der Sorgen und Nöte der Menschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts verliehen dem Film Tiefgang und viele emotionale Momente. Trotz seiner Länge von annähernd vier Stunden stieß der Film beim Publikum auf sehr positive Resonanz. Geschichte hautnah in einem besondere Gewand!

 

 


 

(Bild: Geschichtsverein Prümer Land;
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Flotte Versammlung, spannende Lesung
Ruckzuck: Der Geschichtsverein Prümer Land hat in der Jahreshauptversammlung am Freitag schnell das Formale erledigt. Höhepunkt war die Lesung von Martina Kempff, die ihren neuen Karolinger-Roman vorstellte.

(Auszug: Volksfreund.de)




(Martina Kempff bei ihrer Lesung im Casino der Kreissparkasse in Prüm. TV-Foto: Fritz-Peter Linden)

Prüm. Sie weiß einfach, wie man sein Publikum einfängt: Die Schriftstellerin Martina Kempff hat am Freitag bei der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins Prümer Land im Casino der Kreissparkasse gleich zwei neue Bücher vorgestellt.
Das erste ist ihr neuer Karolinger-Roman: "Die Gabe der Zeichnerin" erzählt die Geschichte von der Entstehung des Aachener Doms. Mit einer unerhörten Ausgangsidee: Was wäre, wenn der Baumeister für die Kathedrale Karls des Großen aus dem Orient gekommen wäre? Anhaltspunkte dafür scheint es zu geben - und der Aachener Dombaumeister habe ihr während der Recherche gesagt: "So könnte es gewesen sein." Dass dann auch noch eine Frau im Buch eine wesentliche Rolle spielt, ist bei dieser Autorin keine Überraschung - viel zu oft, das habe sie schon bei Karls Mutter Bertrada erlebt, würden nämlich die Männer vergessen, dass auch Frauen die Geschichte beeinflusst hätten. Bertradas erfolgreiche Friedenspolitik werde beispielsweise immer unterschlagen. Viel Applaus gab es für die vorgetragenen Auszüge - und die Einstiegsszene aus Kempffs ebenfalls gerade veröffentlichtem neuen Eifel-Krimi, der wie immer auf der Kehr spielt und sie auch im Titel trägt (Bekehrung).

Mit dem Formalen waren die Mitglieder schnell durch: Saubere Bücher, eine funktionierende Vorstandsarbeit - kein Wunder, dass das Gremium, wie auch der Redaktionsausschuss für den Landboten, einstimmig wiedergewählt wurde. Volker Blindert bleibt Vorsitzender, sein Stellvertreter ist weiterhin Andreas Backes.